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Die Costa Vicentina erstreckt sich als geografische Einheit von Sagres bis nach Sines im Norden. Eindrückliche Klippen mit bizarren Felsformationen wechseln sich ab mit wunderschönen Stränden die ausserhalb der Monate Juli und August nur wenig Betrieb haben, da die Fremden diese Küste noch kaum entdeckt haben. Es gibt praktisch keine grossen Hotels, das touristische Angebot beschränkt sich zumeist auf Privatunterkünfte und “Turismo Rural”.
Praia dos Alteirinhos liegt 10km von uns entfernt.
Eine Wanderung über die Klippen darf man keinesfalls auslassen und wird immer zum Erlebnis. Eine besondere Attraktion sind dabei die
Störche, die ihre Nester auf den Klippen, hoch über der Brandung erbaut haben. Wanderfalken und Habichtsadler sind weitere Bewohner der Costa Vicentina.
Glücklicherweise ist der Fischreichtum immer noch recht gross.
Halsbrecherische Pfade, meist nur von den Fischern benutzt, führen zu den besten Felsen, wo die berühmten Fischarten Sargo, Robalo und Dourada gefangen werden, die man dann in den einfachen Restaurants
herrlich frisch serviert bekommt. Hier werden auch Langusten und Taschenkrebse erbeutet und teilweise noch zu vernünftigen Preisen angeboten. Berühmt sind die “Percebes”, ein Schalentier, das in
Lissabon teurer als Languste verkauft wird
Die Strände befinden sich meist dort, wo kleine Flüsse in den Atlantik
münden. Bei Ebbe bilden sich viele Becken, wo auch Kinder angenehm baden können. Carvalhal, Alteirinhos und Malhão sind fur uns die schönsten, Paria do Amado, Zambujeira do Mar und São Torpes sind
berühmt zum Surfen und Bodyboarden.
Mit Ausnahme vom touristisch schon recht entwickelten Milfontes, mit
einem grossen Strand an der Mündung des Miraflusses, sind die Städtchen der Küste immer noch so richtig verschlafen provinziell. Wenn man Lagos hinter sich gelassen hat, erreicht man mit Aljezur eine Kreisstadt noch fast wie im Mittelalter. Das maurische Kastell lohnt einen Besuch schon allein wegen der Aussicht. Etwas weiter nördlich
liegt Odeceixe. Hier kann man gemütlich auf dem Dorfplatz einen Kaffee trinken und dem Kommen und Gehen beiwohnen.
Gleich über den Klippen und dem Strand liegt Zambujeira. Anfang
August trifft sich hier die Jugend zum grössten Rockfestival Portugals, wo national und international berühmte Gruppen auftreten. Nach dem
Festival kehrt die Ruhe zurück und das Leben nimmt seinen gewohnten Lauf.
Aber auch das Inland ist sehr reizvoll. Selbst im Sommer bleibt die
Landschaft erstaunlich grün. Die Serra de Monchique ist weitgehend bewaldet, vorab mit Eucalyptus und Pinien. Die botanische Vielfalt ist
stellenweise überwältigend. Wo sonst kann man nebeneinander Kirsch- und Apfelbäume, Kastanien, Orangen und Oliven, Kiwis und Bananenstauden treffen?
Fährt man Richtung Alentejo, kommt man in das Reich der
Korkeichenhaine, der sich zum Horizont erstreckenden Getreidefelder - unendliche Weite dieser sanft gewellten Landschaft, die auf viele eine
grosse Faszination ausübt. Besonders am Morgen früh oder in den Abendstunden erstrahlt diese Landschaft in traumhafter Schönheit, sei es im Winter, wenn das saftige Grün der jungen Saat mit dem Rotbraun
der Äcker kontrastiert, oder im Frühling , wenn ganze Felder voller Mohn, Wucherblumen oder Natternkopf ein buntes Farbenspektakel bieten. Im Sommer dann leuchten die Kornfelder derart, dass die
Landschaft wie vergoldet erscheint. nach oben
Wer gerne im Atlantik badet, über Klippen wandert oder mit dem Mountainbike einsame Flusstäler durchstreift, der liegt bei uns genau richtig.
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